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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • NACHRICHTEN

  • 31 August 2018

    Vor 79 Jahren begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. In den Morgenstunden des 1. September 1939 passierten Soldatentruppen des Deutschen Reiches die deutsch-polnische Grenze. Auch wenn Polen im Verteidigungskrieg von 1939 die Übermacht des Angreifers anerkennen musste, bedeutete diese Niederlage nur einen Auftakt zum militärischen Einsatz polnischer Soldaten an den Fronten des Zweiten Weltkrieges.

     

     

    Am 1. September 1939 um 4.45 Uhr nahmen deutsche Truppen entlang einer 1600 km langen Front den als „Fall Weiß“ bezeichneten Überfall auf Polen in Angriff. Besonderen Widerstand leistete am ersten Kriegstag die Garnison auf der Westerplatte, die durch ihre polnische Belegschaft eine Woche lang verteidigt wurde. Den Plänen der deutschen Befehlshaber zufolge sollten die polnischen Truppen dank dem sogenannten Blitzkrieg schnell zurückgedrängt, umzingelt und zerschlagen werden. Angesichts der erdrückenden Übermacht des Feindes sahen sich die polnische Verbände bereits in den ersten Septembertagen zum Rückzug ins Landesinnere gezwungen, der Zeitplan von „Fall Weiß“ wurde allerdings nicht vollständig eingehalten.

     

    Dass am 3. September 1939 Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärten, weckte in Polen Hoffnungen auf Unterstützung seitens der Verbündeten. Wieluń und andere polnische Städte wurden bereits in den ersten Kriegsstunden bombardiert, sodass die Zivilbevölkerung erheblich gelitten hatte. Bei der Konferenz in Jełowa am 12. September 1939 wurde die Ausrottung polnischer Eliten beschlossen. In den folgenden Jahren der deutschen Besatzung wurden diese Pläne im Rahmen der sogenannten Intelligenzaktion und der Außerordentlichen Befriedungsaktion konsequent umgesetzt.  

     

    Trotz der bedeutenden militärischen Übermacht sowie des sowjetischen Überfalls auf Polen am 17. September 1939 leisteten die polnischen Truppen erbitterten Widerstand. Die Schlacht bei Kock beendete den sogenannten Septemberfeldzug. Obwohl Polen am 6. Oktober 1939 kapitulierte, wurde der Kampf gegen die Deutschen durch Einheiten fortgeführt, die Widerstand leisteten und dem Aggressor die Stirn boten. Als Beispiel kann die von Major Hubala befehligte Einheit dienen.

     

    Auf polnischem Gebiet wurde nahezu bis zum Kriegsende 1945 die dort ansässige Bevölkerung systematisch vernichtet. Die Nazis verfolgten den Plan, die jüdische Bevölkerung auszulöschen, und setzten Terror und Repressalien beim geringsten Widerstand ein, wodurch viele Millionen polnischer Bürgerinnen und Bürger zu Tode kamen.

     

    Der 1939 durch Polen verlorene Verteidigungskrieg setzte dem Widerstand der Gesellschaft kein Ende. Trotz Unterdrückung seitens der beiden Besatzer wurde bereits am 27. September 1939 der „Dienst für den Sieg Polens“ ins Leben gerufen. Die geheimen Strukturen der polnischen Widerstandsbewegung entwickelten sich zu dem größten Untergrundstaat im besetzen Europa. Die Polen nahmen den Kampf gegen die Deutschen an anderen Fronten auf und trugen damit zum Sieg der Alliierten und zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs bei.

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