close

  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • NACHRICHTEN

  • 1 Juni 2018

    Am 28. Mai 2018 traf in Berlin die Unterstaatssekretärin im polnischen Ministerium des Innern und Koordinatorin für deutsch-polnische grenznahe und regionale Zusammenarbeit, Renata Szczęch, ihren deutschen Amtskollegen Dietmar Woidke. Die beiden Koordinierenden nahmen auch an dem „1. Deutsch-Polnischen Bürgerdialog“ teil.

     

     

    Für Renata Szczęch war es ihr Antrittsbesuch in Deutschland, nachdem ihr das jetzige Amt Ende März übertragen worden war. Die Begegnung fand im deutschen Auswärtigen Amt statt. Frau Szczęch wurde von Professor Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, sowie der stellvertretenden Leiterin der Abteilung für Internationale Angelegenheiten im Ministerium des Innern, Joanna Tomasini-Lewandowska, begleitet.

     

    Als Gastgeber betonte Ministerpräsident Woidke, wie wichtig für ihn als Koordinator der deutsch-polnischen grenznahen und zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit sowie als Ministerpräsident Brandenburgs enge Beziehungen zu der polnischen Regierung seien. Denn Brandenburg habe als das einzige deutsche Bundesland die Erhaltung guter Verbindungen zu Polen rechtlich verankert. Er beglückwünschte Staatssekretärin Szczęch zur Amtsübernahme und gab seiner Freude auf die Zusammenarbeit mit den Worten Ausdruck. „Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel Positives insbesondere für die unmittelbare Grenzregion erreichen können.“ Die deutsch-polnische Grenze nannte er eine Nahtstelle; die beiden Koordinierenden hätten die Aufgabe, sie zu beschützen.

     

    Im Laufe des Treffens legten die Koordinierenden Prioritäten und eine Agenda der Zusammenarbeit in der nächsten Zukunft fest, wobei Bedürfnisse der deutsch-polnischen Grenzregion im besonderen Maße berücksichtigt wurden. Angesprochen wurden Themen der Kooperation von Behörden, welche die Sicherheit dieser Region gewährleisten, darunter vor allem die Polizei und die Staatsanwaltschaft, sowie der Ausbau des Gemeinsamen Zentrums der Deutsch-Polnischen Grenz-, Polizei- und Zollzusammenarbeit. Ein bedeutendes Tätigkeitsfeld stellt darüber hinaus die Umsetzung des vor fünf Jahren unterzeichneten Vertrages über den medizinischen Rettungsdienst in der Grenzregion und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur dar. Die Koordinierenden sprachen sich auch dafür aus, Gespräche über die bisherige Umsetzung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit am „Runden Tisch“ fortzusetzen und Themen für die im Herbst dieses Jahres stattzufindende Beratungen auf Regierungsebene vorzubereiten.

     

    Nach dem bilateralen Gespräch beteiligten sich die Koordinierenden an dem „1. Deutsch-Polnischen Bürgerdialog“ unter dem Motto „Europa an der Nahtstelle zusammenhalten“. Unter den Teilnehmenden waren ferner der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Andrzej Przyłębski, die Deutsch-Polnische Parlamentariergruppe, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V., der Osteuropaverein, die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Wissenschaft sowie Vertreter der Bürgergesellschaft und deutsche Auslandspolen. Das Hauptthema des deutsch-polnischen Bürgerdialogs bildet die grenznahe zwischenbürgerliche Zusammenarbeit im vereinten Europa.

     

    Zu Beginn des Treffens machte Frau Szczęch darauf aufmerksam, dass sie in dem ihr anvertrauten Amt sowohl eine Ehre als auch eine Verpflichtung sehe. Sie bedankte sich bei Ministerpräsident Woidke für seine Freundlichkeit und den seit der ersten Begegnung anhaltenden „guten Meinungsaustausch“. Die Unterstaatssekretärin merkte an, dass ihr junge Menschen von ihrer Freude über die verschwindenden Unterschiede zwischen Deutschland und Polen erzählen. Mit Zufriedenheit könne der Einfluss der vielen Kooperationen auf die Mentalität der beiden Nationen beobachtet werden.

     

    Angesprochen wurde der Polnisch-Unterricht an deutschen Schulen – ein aus polnischer Sicht besonders bedeutendes Thema, das es zu fördern und zu vertiefen gilt. Frau Szczęch wies nicht allein auf seinen finanziellen Aspekt, sondern vor allem auf die Vorteile der Zweisprachigkeit hin.

     

    Auch historische Themen kamen in dem Bürgerdialog zur Sprache. Staatssekretärin Szczęch drückte ihre besondere Anerkennung für die Idee aus, in Berlin ein Denkmal für die polnischen Kriegsopfer zu errichten. Für sie sei es ein äußerst gewichtiges, stark emotionsgeladenes Thema. Die Initiative könne auf die Unterstützung der polnischen Regierung zählen.

     

    Das nächste Treffen der Koordinierenden findet anlässlich des Deutsch-Polnischen Bahngipfels am 11. Juni 2018 in Potsdam statt.

    DSC_0835
    DSC_0849
    1DSC_0841
    DSC_0851
    DSC_0852
    DSC_0854
    DSC_0857
    DSC_0858
    DSC_0859
    DSC_0860
    DSC_0865
    DSC_0877
    DSC_0880
    DSC_0882
    DSC_0884
    DSC_0885
    DSC_0888
    DSC_0889
    DSC_0891
    DSC_0893
    DSC_0894
    DSC_0895
    DSC_0896
    DSC_0908
    DSC_0914
    DSC_0915
    DSC_0916
    DSC_0920
    DSC_0923
    DSC_0924
    DSC_0955
    DSC_0958
    DSC_0962

    Print Print Share: