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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • NACHRICHTEN

  • 31 Oktober 2018

    Am 23. Oktober 2018 nahm Szymon Szynkowski vel Sęk, Staatssekretär im Außenministerium, am 19. Deutsch-Polnischen Forum teil, welches von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit im Auftrag und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und des Außenministeriums der Republik Polen unter dem Motto „Deutschland und Polen – gemeinsam für ein starkes Europa“ veranstaltet wurde.

     

     

    Das Leitthema des diesjährigen Forums war die Zukunft und die besondere Bedeutung der Europäischen Union. In den Gesprächen wurde immer wieder betont, dass angesichts der vielfältigen Herausforderungen der globalisierten Welt viele Hoffnungen auf gemeinsamen deutsch-polnischen Initiativen sowie auf einer partnerschaftlichen und konstruktiven Zusammenarbeit für ein starkes Europa liegen. Der Plenarteil wurde um Arbeitsgruppen mit Experten aus Deutschland und Polen ergänzt.

     

    Der Vizechef im polnischen Außenministerium eröffnete das Forum gemeinsam mit Staatssekretär Michael Roth vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Danach beteiligte er sich an der Podiumsdiskussion zum Thema „Die deutsch-polnischen Beziehungen 2018 – wohin steuern wir?“ Außer ihm nahmen daran die Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppen im Sejm und im Bundestag Bartłomiej Wróblewski und Manuel Sarrazin (Bündnis 90/Die Grünen), die Abgeordneten Marek Krząkała und Dietmar Nietan (SPD) sowie Cornelia Pieper, Generalkonsul der Bundesrepublik in Gdańsk, teil. Zum Abschluss des Forums debattierten die beiden Staatspräsidenten Andrzej Duda und Frank-Walter Steinmeier über „Europa 1918 – 2018: Geschichte mit Zukunft?“

     

    In seinen Worten hob Staatssekretär Szynkowski vel Sęk die Bedeutung der guten deutsch-polnischen Beziehungen hervor. Gleichzeitig wies er auf die Notwendigkeit eines stets offenen Gespräches auch über schwierigere Themen hin. Die Plenardiskussion betraf im Wesentlichen Beziehungen zu Russland, Energiepolitik und transatlantische Beziehungen. Staatssekretär Szynkowski vel Sęk bedankte sich bei denjenigen deutschen Politikern, die Verständnis für die Einstellung Polens gegenüber Russland und dem Nord Stream 2-Projekt haben: den beiden Bundestagsabgeordneten Sarrazin und Nietan. Mit Nachdruck merkte er aber an, dass Gesten der Solidarität mit konkreten Schritten der deutschen Regierung einhergehen sollten.

     

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    Das Deutsch-Polnische Forum wurde auf Grundlage der „Gemeinsamen Erklärung über die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen“ aus dem Jahre 1976 ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, das gegenseitige Verstehen und die Zusammenarbeit zu vertiefen, wurde vereinbart, ein Forum für regelmäßige Treffen von Politikern, Wissenschaftlern, Wirtschaftlern und Publizisten beider Länder zu schaffen. Die Bedeutung des Deutsch-Polnischen Forums wurde auch durch den Vertrag zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 17. Juni 1991 bestätigt. Seit 2014 wird das Forum durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit ausgerichtet.

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