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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • NACHRICHTEN

  • 18 April 2019

    Das POLIN-Museum hat die Narzissen-Kampagne - #UnsVerbindetErinnerung zum Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 19. April verteilen Hunderte von Freiwilligen Narzissen aus Papier, um das Bewusstsein über den Aufstand und seine Bedeutung zu stärken.

     

     

    Marek Edelman, der letzte Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto, der den Aufstand überlebte und in Polen blieb, erhielt zu den Jahrestagen des Aufstands vom 19. April 1943, von einer anonymen Person einen Strauß gelber Narzissen. Er legte sie am Denkmal der Ghetto-Helden nieder, um an die zu erinnern, die gekämpft hatten und gestorben waren. Die Papier-Narzissen, welche die Menschen an diesem Tag tragen, sind von diesem Brauch inspiriert.

     

    Botschafter der Narzissenkampagne ist Marian Turski (geb. 1926), Überlebender, Historiker, Journalist, Menschenrechtsaktivist und Vorsitzender des POLIN Museumsrates. Er ist Mitglied des Internationalen Rates von Auschwitz und erhielt das Kommandeurskreuz mit Stern des Ordens der Wiedergeburt Polens. Darüber hinaus wurde er mit der Medaille für Verdienste um die Kultur, dem französischen Nationalorden der Ehrenlegion und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

     

    Im Januar 2019 war Marian Turski Hauptredner bei den Vereinten Nationen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.

     

     

    Der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943

     

    Die Deutschen drängten über 400.000 Juden innerhalb des ummauerten Gebietes des Warschauer Ghettos zusammen - Bewohner der Stadt und der benachbarten Städte und Dörfer sowie Deportierte aus Deutschland und den deutsch besetzten Gebieten. Im Ghetto starben Zehntausende von Menschen an Hunger und Krankheit. Am 22. Juli 1942 begann die so genannte Große Deportationsaktion. Innerhalb von zwei Monaten deportierten die Deutschen über 250.000 Bewohner des Ghettos in den Tod im Vernichtungslager Treblinka. Tausende von Menschen wurden auf der Stelle getötet. Im sogenannten “Restghetto” verblieben lediglich 60.000 Juden. Sie waren meist jung und stark, ohne familiäre Bindungen, oft in den deutschen Betrieben (d.h. kleinen Fabriken oder Werkstätten) als Zwangsarbeiter beschäftigt. Unter diesen Umständen wurde unter den jüdischen Jugendlichen im Warschauer Ghetto die Idee des bewaffneten Widerstands gegen die Nazis geboren.

     

    Der Aufstand im Warschauer Ghetto war der größte und heldenhafteste Akt des bewaffneten Widerstands, den die Juden im Zweiten Weltkrieg unternommen haben. Es war auch der erste Bürgeraufstand im besetzten Europa.

     

    Mehr über die Kampagne und den Aufstand im Warschauer Ghetto (in englischer un polnischer Sprache): https://www.polin.pl/en/daffodils

     

     

    Übersetzung aus dem Englischen: Bernd Karwen

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