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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen, treu sein

     

  • NACHRICHTEN

  • 19 September 2018

    Julia Przyłębska, Gattin des Botschafters der Republik Polen in Deutschland und Präsidentin des polnischen Verfassungsgerichtshofes, eröffnete am 17. September 2018 mit einer Auftaktveranstaltung eine Reihe von Treffen von Vertreterinnen der Diplomatie und der Politik. Einen Anlass dazu bot das Jahr der Frauenrechte, das in Polen auf Grundlage eines Beschlusses des polnischen Sejms begangen wird.

     

     

    Das erste Treffen in dieser Reihe fand in der Residenz des Botschafters der Republik Polen in Deutschland statt und beschäftigte sich mit dem Problem der ökonomischen Ungleichheit sowie mit Möglichkeiten, diese einzuschränken.

     

    An den Gesprächen nahmen Diplomatinnen und Ehefrauen von in Deutschland wirkenden Diplomaten aus der Ukraine, Litauen, Georgien, Moldawien, Ungarn, Rumänien, Weißrussland und Salvador teil sowie Damen aus Politik, Regierungsinstitutionen, Stiftungen und Organisationen.

     

    Die Teilnehmerinnen waren sich darüber einig, dass das Problem der Ungleichheit eine der Schlüsselherausforderungen der modernen Welt darstellt.

     

    Unruhen in verschiedenen Teilen unseres Kontinents wurzeln sehr oft in der ökonomischen Ungleichheit und führen uns allen vor Augen, dass wir wahrscheinlich einen hohen Preis zahlen werden, wenn wir nicht für mehr Solidarität in der Welt sorgen – durch aktive Bekämpfung der ökonomischen Ungleichheit auf jeder Ebene, vom zivilgesellschaftlichen Engagement bis hin zu den politischen Eliten“ – sagte Julia Przyłębska in ihrer Eröffnungsrede.

     

    Die Organisatorin reflektierte auch einige Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit als Richterin und Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes, indem sie betonte, dass „eine wichtige Rolle beim Bekämpfen der ökonomischen Ungleichheit die Rechtsprechung spielt, obwohl das selten so gesehen wird. Durch das Konkurrenzrecht beugt sie der Oligarchisierung der Wirtschaft vor und wacht über das allgemeine Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz sowie über Wirksamkeit und Effizienz der Justiz.“ Auch Folgendes wurde hervorgehoben: „Zugang zur Bildung, ungleiche Löhne, gläserne Decken, Rechte von Menschen mit Behinderungen und von Senioren – all das sind Probleme, denen wir die Stirn bieten müssen, wenn wir an die Ungleichheit denken.“

     

     Während des Treffens schlug Julia Przyłębska die Stiftung einer Auszeichnung von Personen oder Institutionen vor, die sich in ihrem Wirken für die Abschaffung der ökonomischen Ungleichheit einsetzen. Sie machte den Vorschlag, die Auszeichnung nach Urszula Ledóchowska zu benennen – einer aus dem Adel stammenden Nonne, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird, sozial sehr engagiert war und Polens erstes Mädcheninternat in Krakau gründete.

     

    Detaillierte Bedingungen für die Verleihung werden demnächst ausgearbeitet und in der Runde von Menschen diskutiert, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt haben.

     

    Einen feierlichen Rahmen verlieh dem Treffen ein Konzert der schönsten Arien aus Opern und Operetten, wobei das Schaffen polnischer Komponisten im Vordergrund stand.

     

    Vor Vertretern der polnischen öffentlichen und privaten Medien äußerten viele Teilnehmerinnen ihre Reflexionen über ökonomische Ungleichheit in der heutigen Welt und über Möglichkeiten, diese zu minimieren.

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