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  • NACHRICHTEN

  • 23 September 2018

    Am 19. September 2018 wurde in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar ein außergewöhnliches Buch vorgestellt: die deutsche Übersetzung des Werkes "Mancherlei Gedanken über die Art und Weise, Gärten anzulegen" von Fürstin Izabela Czartoryska.

     

     

    Die Buchvorstellung wurde von der Botschaft der Republik Polen in Berlin, der Pückler-Gesellschaft und der Klassik Stiftung Weimar veranstaltet, einer der größten Kultureinrichtungen Deutschlands, die über 20 Museen, Schlösser, Parkanlagen und literarische Sammlungen betreut.

     

    Die zahlreich erschienenen Gäste begrüßten Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar, und Prof. Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland.

     

    In seiner Rede bedankte sich Prof. Andrzej Przyłębski bei allen Menschen und Institutionen, die zur Veröffentlichung der Ausgabe beigetragen hatten. Er betonte außerdem, dass Fürstin Czartoryska nicht allein eine bedeutende Kunstsammlerin, sondern auch eine große Patriotin war, ohne die das polnische Streben nach Unabhängigkeit nicht vorstellbar gewesen wäre. Er setzte die Anwesenden darüber in Kenntnis, dass die polnische Regierung 2016 die Czartoryski-Sammlung, darunter das berühmte Gemälde „Dame mit dem Hermelin“ von Leonardo da Vinci, erworben hatte. Michael Niedermeier, Vorstandsmitglied der Pückler-Stiftung, berichtete dagegen kurz über die Entstehung der deutschen Übersetzung und ihre Veröffentlichung.

     

    Die erste Ausgabe dieses einzigartigen Werkes erschien 1808. Fürstin Czartoryska beschrieb dort ihre Vorstellungen von der Gartengestaltung, wodurch sie in Polen zur Vorreiterin der sogenannten Landschaftsgärten wurde. Sie beeinflusste darüber hinaus auch die Gartengestaltung in vielen europäischen Ländern ihrer Zeit.

     

    Barbara Werner, verantwortlich für den königlichen Garten Łazienki Królewskie, und die Landschaftsarchitektin Katrin Schulze sprachen zu dem Publikum über die Rolle von Fürstin Czartoryska in der polnischen Kultur.

     

    Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bot sich den versammelten Gästen die Gelegenheit, das handkolorierte Originalexemplar von 1808 zu bewundern, das seinerzeit Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach Maria Pawlowna angehörte und sich heute in den Beständen der Anna-Amalia-Bibliothek befindet. Vom 17. bis zum 28. September wird das Buch in einer Vitrine dieser renommierten Einrichtung zu sehen sein.

      

    Das außergewöhnliche Werk von Fürstin Czartoryska ist auch in den digitalen Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar zugänglich:

     

    https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/image/1517139023/1/LOG_0000/

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